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Technologien

Übersicht Verderflex Schlauchpumpen

Schlauchpumpen sind unter vielen verschiedenen Namen wie z. B. Schlauchquetschpumpen, Rollenpumpen oder Peristaltikpumpen bekannt. Sie funktionieren jedoch alle nach dem gleichen Prinzip der Peristaltik: Rotierende Rollen oder Gleitschuhe, die auf einem Rotor befestigt sind, gleiten am Schlauch entlang und sorgen so für eine abwechselnde Kompression und Dekompression des Schlauches. Bei der Dekompression entsteht an der Saugseite ein Vakuum, welches die Flüssigkeit einsaugt. Die Rollen oder der Gleitschuh komprimieren den Schlauch und dichten ihn zuverlässig ab. Dabei schieben sie das Fördermedium im Schlauch entlang und bringen es so an die Druckseite. Die Kombination dieser Saug- und Druckprinzipien führt zu einer starken selbstansaugenden Verdrängungswirkung.

Aufgrund dieses genialen Funktionsprinzips können Schlauchpumpen für nahezu alle Einsatzfälle in Betracht gezogen werden. Aufgrund der vielen verschiedenen Anwendungsfälle bieten wir Ihnen viele verschiedene Varianten an: 

Rollenpumpen oder Schlauchpumpen mit Gleitschuh?

Ob eine Schlauchpumpe mit Gleitschuhen oder Rollen besser für Sie geeignet ist, entscheiden die Prozessparameter. Insbesondere wenn der Differenzdruck unter vier bar liegt, sind Rollenpumpen häufig die bessere Wahl. Sie sind für den schnellen und einfachen Schlauchwechsel konzipiert. Darum verzichtet man bei diesen Pumpen auf ein Schmiermittelbad und zählt sie zu den „Trockenläufern“. 

Schlauchpumpen mit Gleitschuhen sind auf viel Förderleistung und hohen Druck ausgelegt. Hier wirken hohe Kräfte auf den Schlauch und es entsteht Wärme, welche dem Schlauch schadet. Darum wird der Schlauch in einem Schmiermittelbad gehalten. Die fein texturierte Oberfläche des Schlauches hilft dabei das Schmiermittel gut zu verteilen, die Wärme zu reduzieren und die Standzeit des Schlauches zu erhöhen.

Die Lebensdauer des Schlauches

Der Schlauch ist das einzige Ersatzteil – aber wie lange hält er? Eine allgemeingültige Antwort hierauf gibt es leider nicht. Während die Schläuche für die Trockenläufer im Niederdruckbereich 500 bis 1000 Stunden erreichen, halten die großen Nassläufer mehrere tausend Stunden aus. 

Faktoren, welche die Standzeit bestimmen sind zum Beispiel die Temperatur der geförderten Flüssigkeit, die Drehzahl der Pumpe und ob diese im Dauerbetrieb verwendet wird. Abrasive, korrosive oder aggressive Chemikalien beeinflussen die Lebensdauer natürlich auch. Ob Ihr Anwendungsfall mit einer Schlauchpumpe zu realisieren ist, erfahren Sie am besten im Beratungsgespräch

Vorteile der Schlauchpumpen

  • Feststoffgrößen bis zu 85 % des Schlauch-Innendurchmessers
  • Niedrige Stillstandzeiten: nur der Schlauch muss gewechselt werden
  • Kein Kontakt zwischen dem Medium und beweglichen mechanischen Teilen
  • Einfache Regelung über Frequenzumrichter möglich

Sie sind sich noch nicht sicher, ob eine Schlauchpumpe die richtige Wahl für Ihre Anwendung ist? In unserem breit aufgestellten Pumpenprogramm bieten wir Ihnen z. B. auch Druckluftmembranpumpen oder Zahnradpumpen an. Stöbern Sie weiter auf unserer Website oder informieren Sie sich z. B. in unserem Whitepaper "Die überraschend hohen Kosten preiswerter Pumpen" über die Betriebskosten von Exzenterschneckenpumpen und Schlauchpumpen. Gerne können Sie auch durch uns beraten lassen