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Aus Schlachthausabfällen Biogas erzeugen

Biogas wird üblicherweise aus Abfällen und Nebenprodukten der Agrarwirtschaft, etwa aus Mais, Raps, Weizen, Kartoffeln, Hirse, Zuckerrüben und Gräsern hergestellt. Aktuelle Studien haben bewiesen, dass die Produktion von Biogas aus Schlachthausabfällen und aus Abfällen der Milchindustrie ebenfalls sehr rentabel ist. Schlachthausabfälle enthalten meist mehr als 10% Feststoffe (Knochen, Haare, Hufe, Hörner, Borsten, Federn, etc.) und werden aufgrund ihrer hohen Effizienz im Biogasprozess immer häufiger verwendet.

Der Prozess

Ein Tanklastzug entleert den Schlachthausabfall in einen Puffertank. Anschließend wird Wasser beigemengt und die Masse homogenisiert. Nach dieser Homogenisierung wird die gesamte Masse mit heißem Dampf erhitzt. Diesen Vorgang nennt man Pasteurisierung und dienst zur Abtötung vin Mikroorganismen. Nach einer Abkühlphase wird die Biomasse in den Reaktor gepumpt, in welchem der eigentliche Gärvorgang beginnt.

Eine dänische Biogasanlage hatte massive Probleme mit dem Verpumpen der Biomasse und wandte sich deshalb bezüglich einer Problemlösung an Verder. Eine Analyse ergab, dass der Feststoffanteil in der Biomasse zwischen 10 und 13% und die Feststoffgröße bei 12 bis 16mm lag. Zum Transport der Biomasse wurden Exzenterschneckenpumpen und Drehkolbenpumpen verwendet. Der extrem hohe Verschleiß, entstanden durch die Feststoffe, führte zu einer Standzeit von nur zwei bis drei Monaten. Daraus resultierten hohe Ersatzteilkosten und lange Stillstandzeiten.

Die Lösung

Eine HUS-Schraubenkanalradpumpe von Verder wurde für einen bestimmten Zeitraum als Testpumpe für den Transport der biomasse zur Verfügung gestellt. Diese Pumpe ist eine Kombination aus Kreisel- und Verdrängerpumpe. Durch das spezielle Laufrad können dünn- bis dickflüssige Medien mit Feststoffen von einer Größe bis 80% der Nennweite gefördert werden. Die Pumpe wurde erfolgreich getestet und stellt eine perfekte Läsung für diese Anwendung dar. Vier Jahre störungsfreier Einsatz mit einem Minimum an Ersatzteil- und Energiekosten sowie Stillstandzeiten beweisen dies.